MadNews.org Wachsam 37 mit Rente 3 Minuten Rente mit 37 Frei Sein Lied mit 37 Rente Gästebuch Konntakt Verweise Statement 

Rente mit 37

MadNews Rente mit 37 :)Alle Welt redet von der Wirtschaftskrise und ich kann bestätigen, dass die Krise auch wirklich da ist. Aber die Krise ist nicht erst seit gestern da. Es geht unserer Wirtschaft einfach prinzipiell schlecht. Ich habe das immerhin am eigenen Leib erfahren und kann davon berichten. Angefangen hat alles mit der Arbeit. Immerhin waren die Arbeitsbedingungen schon immer schlecht gewesen. Mein Arbeitsbeginn war immer um 8 Uhr und somit mindestens zwei Stunden bevor meine biologische Uhr mich hätte aufwachen lassen. Aber hier ließ mein Chef nicht wirklich mit sich reden. Stattdessen erhielt ich eine Abmahnung, nachdem ich zum sechsten Mal in einer Woche zu spät gekommen war. Zudem wurde von mir erwartet, dass ich insgesamt 40 Stunden in der Woche arbeiten sollte. Das erschien mir unmöglich, immerhin musste ich ja auch irgendwann noch schlafen, essen und meinen Lieblingstätigkeiten wie Faulenzen nachgehen. Weiter ging es auf der Arbeit selbst. Ständig war ich dem Stress und Druck auf der Arbeit ausgesetzt. Die Konkurrenz der Mitarbeiter untereinander war zudem sehr groß. Ich wurde sogar von meinen Kollegen gemobbt, weil ich es gewagt hatte, den anderen eben auch etwas von der Arbeit übrig zu lassen. Dabei wollte ich nur, dass meine Kollegen während ihrer Arbeitszeit auch etwas zu tun hatten. Aber das verstand von meinen Kollegen offenbar niemand. Dabei konnte dieser Wettkampf untereinander niemals gesund für den Körper sein. Ich wusste das schon von Anfang an. Man muss sich nur einmal vorstellen, dass überall auf der Welt an verschiedenen Brennpunkten immer noch Krieg und Folter herrscht. Da geht es nicht mehr darum, ob man drei Minuten zu spät zur Arbeit gekommen ist. Es ist egal, ob man mal ein paar Minuten einfach nur aus dem Fenster schaut und nichts tut. Dann läuft die Arbeit eben mal ohne mich. Die Guantanamo Bay Naval Base wird toleriert und auf der Arbeit muss man sich strengen Regeln unterwerfen. Nein, das kann doch nicht wirklich wahr sein! Und das war auch ein Aspekt, den ich mir nicht mehr länger bieten lassen wollte.Ich wollte nicht länger schweigen und meine Stimme gegen diese Art der Ungerechtigkeit erheben. Doch insgeheim ahnte ich wohl schon, dass ich als einzelner Mensch kaum viel würde erreichen können. Mir war das in diesem Moment allerdings egal. Und ich fasste den Plan bei einem Arzt vorstellig zu werden. Immerhin wurde ich auf der Arbeit nicht nur von meinem Chef, sondern auch von meinen Kollegen terrorisiert. Ich wurde zu unmenschlichen Leistungen angetrieben. Und diese Folter hinterließ natürlich Spuren auf meiner zarten Seele. Natürlich kann man psychische Krankheiten nicht einfach so nachweisen. Das ist auch das Problem, welches ich bei meinem Arzt erfahren durfte. Denn im Prinzip unterschreibt ein Arzt doch einfach nur die Krankmeldung, hat aber gar nicht die Zeit, um wirklich auf die Probleme der Patienten einzugehen. Außerdem ist es ja so, dass jede Unterschrift bares Geld bedeutet, da dieser Patient dann als behandelt gilt. Das kann der Arzt dann ganz praktisch abrechnen und sich seinen anderen Patienten widmen. Aber Zeit nehmen? Nichts da. Als ich ihm jedenfalls von meinen Problemen in der Arbeit erzählt hatte, hat er einfach nur abgewinkt und mir meine Krankmeldung unterschrieben. Und dabei klagte ich lediglich die Zustände in meiner Arbeitsstelle an, die dem Gefängnis auf Kuba gleich kamen. Nachdem ich darauf beharrte, dass es bei uns in der Arbeit von der Situation her sogar noch schlimmer wäre und Strafgefangene ein Luxusleben verglichen mit mir führen, wendete sich das Blatt. Mein Arzt schlug vor mich in eine akute Psychiatrie einweisen zu lassen. Die Idee klang anfangs nicht verkehrt. Immerhin wollte ich es vermeiden wieder zur Arbeit zu müssen. Doch in der Psychiatrie lief alles dann doch etwas anders ab, als ich es mir vorgestellt hatte. Die Zwangsmedikation fand ich nicht wirklich prickelnd, zumal die Medizin noch schlimmer schmeckte als vergorener Lebertran. Ebenfalls gegen den Strich ging mir die Fixierung. Klar, ich hatte damit gedroht mich umzubringen, wenn ich wieder zur Arbeit geschickt worden wäre. Aber man hätte mich wenigstens noch alleine zur Toilette lassen können. Einlagen haben mir nämlich noch nie gefallen. Außerdem war ich in meinem Alter nicht scharf darauf mich wieder wickeln und waschen lassen zu müssen - und das noch nicht einmal von einer hübschen jungen Pflegerin, sondern von einem fast 50jährigen Umschüler, der in seinem früheren Beruf offenbar Fleischermeister gewesen ist. Doch letztlich hat sich der Aufwand für mich dann doch gelohnt. Nachdem ich offenbar nicht zu heilen war, wurde mir im Alter von 37 Jahren die Rente genehmigt. Nach insgesamt 17 Jahren schwerer Schichtarbeit als Bleistiftspitzer im Amt bezog ich also nun monatlich eine Rente von *.*** € plus der betriebliche Zusatzrente. Eigentlich hatte ich mich nur für die Menschenrechte ausgesprochen. Stattdessen wurde mir nicht geglaubt und man schickte mich aufgrund meiner angeblich schweren psychischen Störung in Rente. Immerhin kann ich so jetzt meine freie Zeit nutzen und mich ehrenamtlich für Menschen und Tiere einsetzen. Aber arbeiten... nein, arbeiten werde ich nie mehr wieder!









Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.